Iso Rivolta Fidia Nr. 97 (B920097)

Hallo Leo, wie versprochen eine kleine Geschichte zu meinem Fidia Nr. 97. Wie Du ja weißt sind wir leidenschaftliche ISO Fans und hatten eine Zeit ähnlich wie Jürgen, wo wir (fast) Alles gekauft haben was wir finanziell, damals noch als Studenten und später fürs Museum, tragen konnten. So lief uns auch der Fidia vor die Nase und da wir noch keinen hatten, war das einfach ein „Must“ . Er befand sich in Bochum im Eigentum eines Karosseriebauers namens Elmar Bednarz.

Das Fahrzeug war in keinen besonders guten Zustand und auch nicht fahrbereit. Da wir das schon wussten, hatten wir einen Hänger dabei und das Fahrzeug nach kurzer Einigung dann auch gleich mitgenommen. Wie gesagt, wir hatten noch keinen Fidia.

Das war 1988. So stand das Auto erst einmal herum und kam dann 1992 in dem jetzigen Zustand auch ins Museum, wo es wieder nur stand. Also bis heute ist das Fahrzeug noch nicht bewegt worden. Irgendwann vor zwei oder drei Jahren sollte er dann verkauft werden, nachdem unser S4 langsam fertig wurde. Also wurde er ins Netz gestellt und eines Tages rief ein Mann aus Düsseldorf an und erkundigte sich nach dem Auto. Es stellte sich im Gespräch heraus, dass es das Auto seines Vaters war, der es neu von der Firma Auto Becker erworben hatte. Er war ein Ingenieur, der nur ISOs fuhr. Der hat den Fidia damals gegen seinen Grifo getauscht, nachdem er Nachwuchs erwartete. Im ersten Winter soll er dann das Auto einmal an einen Verwandten verliehen haben, der es auch gleich schrottete, als er auf glatter Fahrbahn einen Unfall hatte. Daraufhin gelangte der Fidia zu dem Karosseriebauer Bednarz, der den „Schrotthaufen“ kaufte und dann doch einige Jahre mit dem Aufbau brauchte. Wie aus dem Fahrzeugbrief zu entnehmen, wurde der ISO erst wieder im Dez. 1985 in Betrieb genommen und bereits im Mai 1986 wieder still gelegt. Er war dann nochmal von Juli 1987 bis März 1988 zugelassen und wie gesagt steht seitdem das Auto bei uns.

Vielleicht schaffe ich es doch mal meinen Perfektionismus etwas zur Seite zu schieben und einfach nur die Technik soweit zu machen, dass das Auto fahrbar und funktionsfähig ist. Später lässt sich dann sicherlich mal die Eine oder Andere Schönheitskorrektur durchführen. Also ich bin zuversichtlich….

Timo Eckert.



Ferdinand Leopolder, München, Last update: 12. Juni 2004